Seminar Kommunikationskomplexität
Sommersemester 2003
RWTH Aachen
Veranstalter:
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Detlef Sieling
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Termin:
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4.8.-7.8.2003
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In der Kommunikationskomplexität wird die Aufgabenstellung
untersucht eine Funktion auszuwerten, wobei die Eingabe auf mehrere
Rechner verteilt ist. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der
Anzahl der Bits, die zwischen den Rechnern versandt werden müssen,
damit diese die Aufgabe erfüllen können. Während der
Zusammenhang zum Entwurf verteilter Algorithmen eher offensichtlich
ist,
ist die Kommunikationskomplexität auch ein Werkzeug der
theoretischen Informatik, insbesondere beim Beweis von unteren
Schranken
für den Ressourcenbedarf von Berechnungen. Wenn man beispielsweise
die Berechnung einer Funktion mit einem VLSI-Chip betrachtet, kann man
die Chipfläche in zwei Bereiche aufteilen, so dass jeder der
Bereiche einen Teil der Eingabe erhält. Um die Funktion zu
berechnen, müssen die beiden Bereiche des Chips Informationen
austauschen. Wenn aufgrund der Eigenschaften der zu berechnenden
Funktion viel Information ausgetauscht werden muss, benötigt man
entweder viel Rechenzeit oder die Grenzlinie zwischen den beiden
Bereichen des Chips und damit der Chip selber müssen groß
sein. Mit ähnlichen Argumenten kann man untere Schranken für
weitere Berechnungsmodelle, etwa die Größe von
Entscheidungsbäumen, oder für die Zugriffszeiten in
Datenstrukturen beweisen. In dem Seminar sollen sowohl Methoden zur
Untersuchung der Kommunikationskomplexität als auch ihre
Anwendungen untersucht werden.
30.7.2003
- Detlef Sieling